Produkt USPs in Social Media: Aus Werbung werden Micro-Experiences 

Produktwerbung, wie man sie aus klassischen Tagen kennt, funktioniert in den sozialen Netzwerken mal so gar nicht. Das ist Fakt. Und das führt uns zur Kernfrage, die wir in diesem Artikel beantworten. Wie kommuniziert man Produkt USPs über Facebook, Instagram & Co. damit sie ihre volle Wirkung entfalten können? Anhand zwei konkreter Beispiele, zeigen wir in unserem heutigen Artikel, wie Sie aus Produkt-Werbung echte Mini-Experiences in Social Media machen. Also: Los geht’s!

Klassisch vs. Social: Grundsätzlicher Unterschied #1 → Stills vs. Motion Design

In klassischen Medien, wie Print und Plakatwerbung sprechen wir von reinen Stills. Ein gutes Motiv, eine gute Headline. Mehr bekommen wir nicht zu sehen. Das funktioniert in der analogen Welt, wenn die Kombo gut konzipiert ist – in den sozialen Netzwerken ist das jedoch viel zu wenig.

Warum das? Ganz einfach: Versetzen Sie sich in die Lage des Nutzers – und überlegen Sie, wie viele Inhalt pro Tag im Newsfeed auf ihn einprasselt. Ganz automatisch lässt unser Gehirn vieles davon einfach an uns vorbeirauschen, ohne es überhaupt zu registrieren.

Wer nicht auffällt, verliert. Der Hebel ist hier also: Bringen Sie Bewegung ins Spiel!

Videos, Motion Design, spielerische Formate, wie Landscape und 3D, sind hier die richtige Wahl. 

Klassisch vs. Social: Grundsätzlicher Unterschied #2 → Mehr Storytelling!

Neben der Tatsache, dass Bewegtbild dem Stilleben grundsätzlich vorzuziehen ist, ist Motion aber nicht der einzige wichtige Unterschied zu Klassik, wenn es darum geht, Produkt USPs auf Social perfekt zu vermitteln

Die Story ist entscheidend. Wenn Sie einfach Ihre Produktattribute herunterbeten, werden Sie keine Aufmerksamkeit generieren.

Der User entscheidet in Sekunden, ob der Inhalt für ihn relevant ist oder nicht. Das heißt nicht nur, dass der Content Spaß machen und eine klare Message kommunizieren muss, sondern auch, dass der klassische Storyaufbau eines Videos hier aus den Angeln gehoben wird.

Statt langsam aufbauender Dramatik, mit einem Peak und der Auflösung (Ihr Produkt), brauchen wir hier Multiple Peaks, also ein Mini-Kracher nach dem anderen in kurzer Zeit. 

Das ist snackable und shareable. Es ist keine Werbung mehr, sondern ein Erlebnis.

Klassisch vs. Social: Grundsätzlicher Unterschied #3 → Nativ und EFFIZIENT!

Social Media ist für viele Unternehmen des Mittelstands immer noch ein neuer Kanal, der vorsichtig angegangen wird. Die Kreationsbudgets sind deshalb häufig begrenzt. Auch die Kurzlebigkeit der Inhalte muss im Verhältnis zum Input stehen. Das haben wir schon einmal in unserem Artikel „Die Kreation der alten Welt ist tot!“ ausgiebig besprochen (lesen lohnt sich!).

Wichtig ist es dennoch, sich diesen grundsätzlich wichtigen Unterschied vor Augen zu führen: Wir arbeiten mit kleineren Budgets, die Produktion muss nativ und effizient sein – ohne dass die Qualität leidet! 

2 Kunden-Beispiele: So funktioniert Produkt-Kommunikation im Social-Media-Style 

Fassen wir die drei wichtigen Punkte noch einmal zusammen. Die Kommunikation von Produkt USPs über Social Media muss folgende Kriterien erfüllen: 

  1. Setzen Sie immer erst auf Motion und dann auf Stills und nutzen Sie verschiedene Formate.
  2. Schaffen Sie ein Erlebnis und erzählen Sie eine Story, statt einfach nur Werbung zu machen.
  3. Produzieren Sie Inhalte nativ und halten Sie das Kreationsbudget dennoch flach.

 

Wie das in der Praxis aussehen kann, zeigen wir Ihnen im Rahmen dieses Artikels anhand unserer beiden Kunden hagebaumarkt und Virbac.

Virbac: Premium Petfood, das erklärt werden muss 

Unser Kunde Virbac ist ein sehr schönes Beispiel, wie die Produkt USPs eines erklärungsbedürftigen Produkts in Social in Szene gesetzt werden können. 

Virbac kommt ursprünglich aus der Tierarzneimittel-Branche und hat nun mit “Virbac HPM” sein erstes B2C-Produkt inklusive Onlineshop gelauncht. 

Unsere Aufgabe war und ist, den Produkt Launch über Social Media zu begleiten, die neue B2C-Marke langfristig aufzubauen und für Verkäufe im Onlineshop zu sorgen – also ein Full Funnel Setup. 

Genau dafür haben wir verschiedenste Ansätze entwickeln. Zwei davon, die speziell auf Produkt USPs abzielen,  sind diese beiden:

 

 

Der große Unterschied besteht darin, dass herkömmliche Produkte viel Getreide enthalten, was den Tieren nicht bekommt, nicht satt macht und den eigentlich wichtigen Protein-Anteil automatisch verringert. Genau das wird anhand dieses kleinen Assets in spielerischer Art und Weise deutlich.

 

 

Das richtige Futter gibt deinem Vierbeiner mehr POWER! Die Zielgruppen Insights zeigen uns, dass die meisten Käufer genau aus der Zeit stammen, als Pac Man die Spielhallen und Bildschirme eroberte – also warum nicht genau dieses Setting übernehmen und auf einen der USPs von Virbac HPM anwenden:

  • Das Setting schafft eine direkte Verbindung zur Zielgruppe
  • Das Produkt ist der Retter
  • Und es schließt mit dem UPS „mehr Power für deinen Vierbeiner“ ab

Der „hagebaum“ vom hagebaumarkt: Wozu brauche ich den eigentlich?

Kein echtes Produkt, aber das Prinzip gilt hier dennoch: Die hagebaum Kampagne ist Teil der 40-Jahre-Jubiläumskampagne von hagebau. Hierbei konnte jeder, der in den letzten Monaten online oder offline bei hagebau eingekauft hat, durch die Eingabe seiner Bonnummer bzw. der Rechnungsnummer einen hagebaum nach Hause geschickt bekommen.

Tolle Idee! Aber vielleicht braucht man doch ein wenig Fantasie, um sich den hagebaum im eigenen Garten vorzustellen. Und wenn der potenzielle neue hagebaum-Besitzer den hagebaum auch noch mit alten Erinnerungen verbinden kann, umso besser. Deshalb haben wir uns für Social Media überlegt, mit Einsatzszenarien des hagebaums zu spielen. Und die sahen dann unter anderem so aus:

 

 

 

Ohne eine große Produktion aufzublasen, ohne monatelange Vorbereitungszeit, entstanden eine Vielzahl von Assets, die den hagebaum in Social Media in aller Munde brachte, nicht nur im Sinne von Reach und Engagement, sondern auch in Form von hagebaum-Einlösungen (= Conversion).

Social Media ist heute längst nicht mehr reiner Reichweiten- und Engagement Kanal. Ein Profi-Social-Media-Setup bedient heute den kompletten Funnel, also auch die Consideration und Conversion Phasen entlang der Customer Journey. Die Kreation leistet hierbei einen wesentlichen Beitrag, insbesondere, wenn es darum geht, Produkt USPs auf native Art und Weise in den sozialen Netzwerken zu kommunizieren. Die gezeigten Beispiele sind nur einige von vielen. Wie ist es bei Ihnen? Wie kommunizieren Sie die USPs Ihrer Produkte in Social Media? Wir freuen uns über Ihr Kommentar!

Keyvan

Es gab genau zwei Möglichkeiten: Entweder ich rege mich weiter über vermeintliche Social Media "Profis" auf oder ich tue etwas dagegen - ich habe mich für Letzteres entschieden und gründete gemeinsam mit meinem Co-Partner Jan die Hamburger Social Media Agentur media by nature, denn: Wir lieben Facebook, Instagram, YouTube & Co. und wissen genau welche Taktiken hier für langfristige und nachhaltige Ergebnisse sorgen. Übrigens: meinen Kaffee trinke ich immer schwarz und freie Minuten gehören voll und ganz meiner kleinen Familie zuhause.