Ärzte-Videochat: Wie wir das digitale Wartezimmer auf die Smartphones der Nutzer brachten

Ärztliche Beratung per Videochat: In #coronatimes fast Mainstream, vor ein paar Jahren noch undenkbar. Einer der Wegbereiter ist das Unternehmen DocCheck, das bereits 2015 mit der App DocCheck Help eine Plattform für alle bot, die keine Lust auf volle Wartezimmer hatten. Die App war top, allerdings fehlten die User, denn: Wer einen Arzt sehen will, ging in die Praxis, ganz klar. 2016 kamen wir dann ins Spiel und stampften gemeinsam mit DocCheck eine App-Install-Kampagne aus dem Boden, die seit mittlerweile 3 Jahren ununterbrochen neue User generiert.

Doccheck

Challenge accepted: Bedarf wecken vs. Bedarf decken

Eine der größten Herausforderungen war, dass keine Nachfrage nach der App vorhanden war. Das Thema war vor einigen Jahren schließlich noch so neu, dass Nutzer nicht danach suchten. Eine Folge davon war, dass SEA als zentraler Akquisekanal nicht in Frage kam.
Social Media hingegen ist ein bedarfsweckender Kanal. Nutzer möchten sich mit Freunden vernetzen und informativen oder unterhaltenden Content konsumieren. Hohe Verweildauern gepaart mit einer fast unerschöpflichen Reichweiten machten als Facebook und Instagram also zum perfekten Marketingkanal, um DocCheck Help an den Mann bzw. an die Frau zu bekommen.

Mareike Haane
Doccheck

„Mit media by nature haben wir eine Agentur gefunden, die das komplexe Management unserer App-Install-Kampagne erfolgreich übernommen hat. Wir haben viele Downloads zu einem immer günstigeren Preis bekommen und freuen uns jetzt auf die nächsten Steps für die kommende Re-Engagement-Kampagne.“

Facebook SDK: Tschüss Blindflug

Bevor auch nur ein einziger Euro ist die Bewerbung der App floss, kümmerten wir uns zunächst um das Tracking. Was viele nicht wissen, ist dass Facebook den Werbetreibenden mit dem Facebook SDK eine Möglichkeit bietet, sämtliche vom Nutzer ausgeführte Aktionen zu erfassen und anhand dieses Trackings Rückschlüsse auf den Erfolg der Kampagne zu ziehen. Vereinfacht ausgedrückt ist das Facebook SDK für die Smartphone App das, was der Facebook Pixel für die Website ist. Ab hier war es uns also möglich zu messen, welche Werbeanzeigen zu den meisten Downloads führten und konnten so immer die richtigen Entscheidungen im Kampagnenmanagement treffen.

Ein sauberes Tracking und damit die Möglichkeit, Erfolgsmessung zu betreiben, sind das A und O im Social Advertising.

Eine saubere Kampagnenstruktur ist das halbe Leben

Nachdem das Tracking also sauber aufgesetzt war, machten wir uns daran, das Werbekonto zu sichten. DocCheck hatte bereits vor unserer Zeit Testkampagnen gefahren. Nachdem die Ergebnisse allerdings unbefriedigend ausgefallen waren, wandte sich DocCheck an media by nature.
Ein wichtiger Faktor spielte hierbei das so wichtige Facebook SDK. Wurde vor unserer Zeit noch auf günstige Klickkosten optimiert, konzentrierten wir uns ausschließlich auf die Kosten pro Install (CPI). Einwenig überspitzt formuliert: uns waren Metriken, wie Klicks, Klickrate oder CPM vollkommen egal, da wir durch das saubere Tracking nun die zentrale und alles entscheidende KPI messen konnten: CPI.

Ein weiterer Baustein einer erfolgreichen Kampagne ist, von Beginn an mit einer sauberen Kampagnenstruktur zu arbeiten. Das bedeutet neben einem sauberen Trackings zunächst die Auswahl des Werbeziels – hier natürlich “App Installs”. Als nächstes sollte man sich Gedanken über die Naming-Convention machen, damit man im täglichen Kampagnenmanagement immer den Überblick behält und alles zuordnen kann.
Dann fehlt noch das Herzstück der Kampagne: Zielgruppen und die Anzeigenbilder. Sofern die Datenlage es zulässt (nämlich dann, wenn bereits Website- bzw. App-Traffic vorhanden ist), sind datenbasierte Targetings das Mittel der Wahl. Dazu gehören die sogenannten Lookalike-Audiences oder die Custom Audiences. Sie erlauben ein hochpräzises Targeting und damit deutlich bessere Ergebnisse, als beispielsweise interessenbasierte Targetings.
Immer wieder gnadenlos unterschätzt, sind die Anzeigenbilder ein zentraler Erfolgsfaktor. Schließlich ist es das Bild, das der Nutzer in seinem Newsfeed sieht und ihn zum Ausführen einer Handlung bewegt. Also war und ist unser Ansatz, viel Grips in die Konzeption und Umsetzung von Anzeigenbildern zu legen.

Doccheck Help

Ein zentraler Erfolgsfaktor: Das ständige Testen und Rotieren von Anzeigenbildern, um der sogenannten “Bannerblindheit” zu entgehen.

Das Ergebnis

In der Anfangszeit ging es zunächst darum, einen sehr hohen und nicht wirtschaftlichen “Cost per Install” zu senken. Dies gelang durch eine laufende Optimierung bereits nach 6 Monaten. So konnten wir die Kosten pro Installation um 400% senken im Vergleich zu den Werten, die das Inhouse-Team vor unserer Zeit generierte.
Nun einpaar Jahre und ein hoher 6-stelliger Betrag später konnten wir bereits weit über 200k Nutzer zur Nutzung von DocCheck Help bewegen. Wir sind nun bei einem CPI angelangt, der weiter nicht zu senken ist. Stattdessen gilt es, die ständige Optimierung hochzuhalten und den niedrigen CPI dauerhaft zu halten.

Wir freuen uns nicht nur über eine so partnerschaftliche Zusammenarbeit, sondern auch, dass wir zur Verbreitung eines so hilfreichen Dienstes beitragen können.

Sie besitzen eine iOS oder Android App und wissen nicht, wie Sie sie zum Fliegen bekommen? Melden Sie sich am besten noch heute.