5 Anzeichen dafür, dass deine Twitter-Follower fake sind

Twitter wird in Deutschland nicht ganz so häufig genutzt, wie beispielsweise Facebook – und dennoch versuchen vielen Unternehmen und Agenturen ihr Glück. Klar, denn so dynamisch wie dieser Dienst sind wenig andere. Vorteile gibt es hier jedoch nur, wenn man weiß, wie’s funktioniert. Und, wenn es mal nicht so klappt, wie gewollt, bleibt ja immer noch der Kauf von Followern. Aber ganz ehrlich: Mit denen gewinnst du nicht einmal einen Blumentopf.

Social Marketing ist unaufhaltsam dabei, zu einem integralen Bestandteil des Marketings der Zukunft zu werden. Sowie das Internet selbst ist auch das Social Marketing gekommen, um zu bleiben. Ein Umstand, an dem es eigentlich nichts zu rütteln gibt. Umso bedauerlicher ist es, wie unbeholfen viele Werbetreibende damit umgehen. Die einen vernachlässigen es sträflich, die anderen versuchen es über das Knie zu brechen. Letzteres äußert sich dann gerne darin, dass einfach Fake Accounts gekauft werden, um so ein Maß an sozialer Reichweite und gehobenem Interesse vorzutäuschen, das eigentlich gar nicht vorhanden ist. Vor allem bei Twitter ist das ein allgegenwärtiges Problem.

Und so ward der Berufszweig des Fake-Followers geboren

Fake-Follower sind nun seit einiger Zeit ein beständiges Reizthema auf Twitter. Meist sind sie nur unterwegs, um ihren dünnen Profilen einen Anschein von Validität zu geben. Zumindest gerade genug, damit sich jemand ihre Dienste erkauft.

Eine Taktik, mit der sich die Käufer dieser Fake-Accounts unweigerlich ins eigene Fleisch schneiden. Denn da, wo sich vermeintlich authentische User, tote Accounts und Twitter Bots weitgehend leblos übereinander häufen, rümpfen echte User die Nase ob des penetranten, digitalen Verwesungsgeruchs – und schon sind sie wieder weg. Genau darin liegt der Irrsinn, wenn Follower eingekauft werden. Diese geben nur auf den allerersten und oberflächlichsten Blick einen Anschein von Traktion. Tatsächlich aber erschweren sie das Generieren von echten Followern. Denn in aller Regel ist der faule Zauber leicht zu erkennen, wenn man weiß, auf welche roten Flaggen man achten muss.

  1. „Die Lichter sind an – aber niemand ist zu Hause.“

Ein sehr klares und meist zugleich offensichtliches Anzeichen für ein ordentliches Maß an Fake-Followern besteht darin, wenn jemand zwar mengenmäßig viele Follower hat, diese jedoch auffallend wenig Aktivität generieren (in Form von Retweets, Direktnachrichten, Diskussionen etc.). Sie begnügen sich einfach nur damit, da zu sein.

  1. „Wer will noch mal, wer hat noch nicht?“

Ein weiteres, relativ schnell überprüfbares Indiz für eine Legion gekaufter Twitter-Söldner findet man im Verlauf der Subscriptions. Wenn die Follower ohne ersichtlichen Grund in die Höhe schnellen und aus dem Blauen heraus plötzlich ein nicht abreißender Strom an neuen Followern kommt, kann man davon ausgesehen, dass Geld geflossen ist.

  1. „DIE ORKS KOMMEN! ….. Moment mal – die sehen ja alle gleich aus!“

Entlarvend ist der einseitige Sinn für Ästhetik, den viele berufsmäßige Pseudo-Follower an den Tag legen. Horden von Thumbnails, die entweder potenzielle Supermodels oder braun gebrannte Erfolgstypen mit Hollywood-Grinsen und in Daumen-hoch-Pose zeigen – oder aber gleich ganz auf ein Bild verzichten. Wenn diese drei Erscheinungsbilder auf einem Twitter Kanal aus allen Ecken und Enden quillen, ist man wohl auf eine Division der kämpfenden (und bezahlten) Uruk-Hai gestoßen.

  1. „Hereinspaziert, hereinspaziert! Hey! Du da! Nicht drängeln!“

Normalerweise entwickelt sich das Interesse an einem Twitter Kanal ungleichmäßig. Gewissermaßen organisch. So kann ein Kanal langfristig wachsen, jedoch kurzfristig einer starken Varianz unterliegen. Heute zwei dazu, gestern drei weg, morgen vier dazu etc. Wenn jemand jedoch ein Bündel seelenloser Fake-Follower zum Mengenrabatt kauft, dann wäre es etwas ungünstig, wenn die plötzlich von heute auf morgen ihr unstillbares Interesse am Kanal des Käufers entdecken und alle auf einmal hereinplatzen. Also wird meist vereinbart, dass das gekaufte Söldnerpack nach und nach eintrudelt. Und so stellt sich ein bemerkenswert stetiger, konstanter und fast schon verlässlicher Zuwachs ein. Manchmal sogar die exakt gleiche Zahl an neuen Followern jeden Tag über einen längeren Zeitraum hinweg. Und wo sie herkommen, gibt es noch mehr. Na besten Dank…

  1. „Was hat das denn bitte mit irgendwas zu tun?“

Fake Accounts haben wenig Sinn dafür, sich selbst einen Anschein von Authentizität zu verleihen. Und wenn sie es doch versuchen, wird es meist bizarr. Seichte, nichtssagende Kommentare in gebrochenem Englisch („HAHAhahHA,U ar so funy!“) laden dazu ein, sich abzuwenden. Unfreiwillig komisch wird es, wenn diese Fake-Follower noch einem Nebenerwerb als Spammer nachgehen: „Geiler Tweet! Kennste schon diese Penisvergrößerung?“ Irgendwie schön zu sehen, wenn jemand Opfer der Geister wird, die er selber rief. Ekelhaft wird es allerdings, wenn sich diese Erscheinungen auf unbescholtene Kanäle verirren und dort ihr Unwesen treiben.

Und die Moral von der Geschicht‘…

…Fake-Follower nützen niemandem nichts – weil sie nichts beitragen, außer eine (in diesem Moment) völlig nutzlose Nummer aufzublähen. Was nützen 20.000 Fakes, wenn sie nicht mal so viel Interaktion und Kommunikation produzieren wie 100 echte Follower? Sich in die Ecke zu stellen und laut „Brumm, Brumm, Brumm!“ schreien, macht einen noch lange nicht zum Rolls Royce. Doch so lange es einen Markt für diesen Service gibt, werden Fake-Follower immer da sein.

Fünf Zeichen, dass deine Follower fake sind, die jeder auf den ersten oder zweiten Blick erkennt. Die Frage ist also: Macht es wirklich Sinn, sie einzukaufen, auch, wenn die Preise natürlich sehr günstig sind? Im Endeffekt bringen sie Unternehmen nichts ein und können die Reputation gefährden. Das hilft niemand, also besser Finger weg. Oder siehst du das anders?

Keyvan

Es gab genau zwei Möglichkeiten: Entweder ich rege mich weiter über vermeintliche Social Media und Content Marketing "Profis" auf oder ich tue etwas dagegen - ich habe mich für Letzteres entschieden und gründete gemeinsam mit meinem Co-Partner die Hamburger Social Media Agentur media by nature, denn: Wir lieben Facebook, Instagram, Twitter & Co. und wissen genau welche Taktiken hier für langfristige und nachhaltige Ergebnisse sorgen. Übrigens: meinen Kaffee trinke ich immer schwarz und freie Minuten gehören voll und ganz meiner kleinen Familie zuhause.