Blog Social MediaSocial-Media-Strategie: Marketing-Planung in 6 Schritten

Social-Media-Strategie: Marketing-Planung in 6 Schritten

Eine Frau plant eine Social-Media-Strategie

Social Media Marketing? Na klar! Dieser enthusiastische Gedanke taucht früher oder später bei den meisten Unternehmen auf. Wenn es allerdings darum geht, eine effiziente Social-Media-Strategie zu erstellen, wird es schon schwieriger – es sei denn, man kennt die 6 wichtigsten Schritte auf dem Weg zur ersten Marketing-Planung. Wenn du also diesen Weg gehen willst, dann lies hier weiter!

Definition: Was ist eine Social-Media-Strategie?

Ein paar Facebook-Posts, hier und da ein paar Likes abgeben – so kompliziert kann Social Media Marketing doch nicht sein, oder? Wer so denkt, wird als Unternehmen in Sozialen Netzwerken nicht allzu erfolgreich werden. Denn beim Thema Social Media geht es ohne Strategie nicht, Punkt.

Eine Social-Media-Strategie ist nicht einfach irgendwas, das man spontan aus dem Gefühl heraus erstellt, sondern ist Teil der Unternehmenskommunikation. Der Fokus liegt darauf, mithilfe von Sozialen Medien langfristige Ziele zu erreichen, die man im Vorfeld festgesetzt hat. Wer das nicht gerne tut, kann sich optional auch an eine professionelle Social-Media-Strategieberatung wenden.

Am Anfang einer solchen Strategie steht immer ein Assessment des Status Quo, gefolgt von einer Konkurrenzanalyse und konstanter Weiterentwicklung. Vereinfacht gesagt: Eine gute Analyse stellt und beantwortet die Fragen darüber, was man erreichen will und mit welchen Methoden man am besten dorthin gelangt.

Social-Media-Strategie entwickeln: Das ist wichtig für die Marketing-Planung

Eine gute Planung für das Social-Media-Programm besteht im Grunde darin, Prioritäten zu setzen, die dann zielgerichtet und strukturiert angegangen werden. Konkret beinhaltet eine strategische Social-Media-Planung folgende Punkte:

  • Status Quo
  • Zielsetzung
  • Zielgruppenanalyse
  • Auswahl der passenden Kanäle
  • Erstellung und Sammlung von gutem Content
  • Controlling und laufende Verbesserung der Social-Media-Strategie

Ganz wichtig: Starte nicht planlos! Übermäßiger Ehrgeiz führt zu Ungeduld und damit häufig zu ungünstigen Social-Media-Erfahrungen. Jede einzelne Aktion muss Sinn und Zweck haben, sonst vergeudest du deine Ressourcen. Dokumentiere außerdem dein Vorgehen und spare dir dadurch einiges an Zeit und Arbeit.

social media strategie beispiel
Eine Social-Media-Strategie muss akribisch geplant werden.

Um das Ganze ein bisschen anschaulicher zu gestalten, erklären wir in den folgenden Abschnitten die Schritte einer Social-Media-Strategie zum Teil anhand des fiktiven Lieferservices „Delivery Daily“. Da es sich aber eben nicht um eine reale Firma handelt, gehen wir dabei nicht allzu sehr ins Detail.

Das ist auch nicht nötig, denn: Das Grundprinzip hinter einer Social-Media-Strategie ist nicht so kompliziert, wie man vielleicht im ersten Moment denkt.


Schritt 1: Ausgangssituation feststellen

Am Anfang jeder Strategie steht die Frage, von welchem Punkt aus man eigentlich ins Rennen startet. Das gilt auch beim Thema Social-Media-Auftritt. Bevor du also anfängst, dir konkrete Maßnahmen zu überlegen, Konten anzulegen oder Inhalte zu produzieren, solltest du dir folgende Fragen stellen:

  • Hat das Unternehmen schon einen Social-Media-Auftritt und wenn ja, auf welchen Kanälen?
  • Gibt es für dein Unternehmen überhaupt ein Publikum auf Social Media? Anders gesagt: Lohnt sich das?
  • Stehen genug Ressourcen für die Social-Media-Betreuung zur Verfügung?
  • Wer ist die Konkurrenz? Wie wird dort geworben und was kommt bei deren Fans gut an?

Diese Fragen müssen schonungslos ehrlich beantwortet werden. Wenn Fakten beschönigt werden und der Arbeitsaufwand kleingeredet wird, ist das auf lange Sicht Zeit- und Geldverschwendung. Ein erfolgreicher Unternehmensauftritt auf Social-Media-Plattformen läuft nicht einfach so nebenher, sondern braucht viel Aufmerksamkeit.


Schritt 2: Social-Media-Marketing-Ziele definieren

Wer seinen Status Quo kennt, kann entscheiden, wohin es gehen soll. Auch bei der Zielsetzung für die Social-Media-Strategie gilt es aber, realistisch zu bleiben. Mehr als zwei vorrangige Ziele sollten es für den Anfang nicht sein. Denn je mehr Baustellen es gibt, desto schwieriger wird es, sauber zu arbeiten. So einfach ist das.

Welche Ziele sollen erreicht werden?

Die Ziele sollten außerdem am übergeordneten Geschäftsziel ausgerichtet sein. Nutze Social-Media-Marketing nicht, „weil es jeder macht“, sondern weil es zu deiner Unternehmensphilosophie passt. Also, was kann man sich unter diesen Hauptzielen vorstellen?

Bei unserer fiktiven Firma könnte das zum Beispiel so aussehen:

  • Ziel 1: die Bekanntheit steigern
  • Ziel 2: eine Erweiterung der Serviceleistungen kommunizieren

Diese Ziele könnten, so der erste Überblick, etwa mit folgenden Methoden erreicht werden:

  • Social Ads auf Facebook und/oder Instagram nutzen und dabei das Kampagnenziel „Markenbekanntheit steigern“ auswählen
  • Durch Rabatte, Gutscheinaktionen oder Gewinnspiele den Usern einen Anreiz geben, die neue Serviceleistung auszutesten

Idealerweise führen diese Maßnahmen zu mehr Engagement und guten Reviews. Das wiederum erhöht deine Glaubhaftigkeit und steigert die Reichweite. Was das Social-Media-Team von unserer fiktiven Firma „Delivery Daily“ dann noch braucht, ist ein Zeitrahmen: Bis wann sollen die gesetzten Ziele erreicht werden?

Social-Media-Marketing: SMART

Setze bei diesem Schritt unbedingt Prioritäten. Jeden Tag auf jedem erdenklichen Kanal etwas zu posten, ist nicht zielführend. Bei der Entscheidung, was sinnvoll ist und was nicht, hilft die SMART-Formel:

Dies ist der Box-Titel

Das anvisierte SMART-Ziel sollte sein …

  • Specific
  • Measurable
  • Achievable
  • Realistic
  • Timely

Sobald du deine Ziele bestimmt hast, kommt die nächste große Frage: Wen willst du eigentlich erreichen?


Schritt 3: Zielgruppe für die Social-Media-Strategie bestimmen

Wenn deine Zielgruppe im Altersbereich 60+ liegt, dürfte von vornherein klar sein, dass unter diesen Umständen Social-Media-Marketing nicht die richtige Methode ist. Rein am Alter lässt sich die Sinnhaftigkeit der Social-Media-Strategie aber natürlich nicht festmachen. Bedenke, abgesehen von demografischen Merkmalen wie Alter und Region, auch die Interessen deiner Zielgruppe und das Nutzerverhalten. Man unterscheidet dabei zwischen:

  • Zuschauern
  • Teilnehmern: Es werden aktiv eigene Profile gepflegt und andere Profile besucht
  • Kreativen
  • Protokollanten: Es werden regelmäßige Statusupdates gepostet
  • Abonnenten
  • Kritikern
  • Inaktiven

Außerdem stellt sich bezüglich der Zielgruppe die Frage, um welchen Kontext es eigentlich geht: B2B oder B2C? Dementsprechend müssen der Content und die Ansprache angepasst werden.

Gehen wir in unserem Beispiel einfach einmal davon aus, dass es sich um B2C handelt, da sich der Lieferservice an Privatpersonen wendet. Die Leistung, die beworben werden soll: schnelles Bestellen per App mit Lieferversprechen innerhalb eines bestimmten Zeitraums.

Das Zielpublikum dürfte in einem Altersspektrum von 15 bis 35 Jahren liegen. Jetzt muss man also herausfinden, welche Sozialen Plattformen diese Zielgruppe am häufigsten verwendet und ob es ihr eher um den Community-Aspekt geht oder um die Leistung an sich.

Eine Gruppe von jungen Personen, die ihre Smartphones in der Hand haben
Für eine erfolgreiche Social-Media-Strategie ist es essentiell, die Zielgruppe zu kennen.

Stichwort Community: Dieser Faktor darf bei einer Social-Media-Strategie nie außen vor bleiben. Wer nur stur verkaufen will, bleibt lieber bei Print-, Radio- oder Fernsehwerbung – kein User in Sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter und TikTok will mit offensiver Werbung bombardiert werden.

Ganz besonders auf TikTok reagieren die User empfindlich auf altmodische Werbefloskeln. Was stattdessen zählt, sind also Weitsicht, Kreativität und Einfühlungsvermögen in User-Interessen, die sich in ansprechender Content-Produktion widerspiegeln.


Schritt 4: Twitter, Facebook, Instagram? Den passenden Social-Media-Kanal finden

Je nachdem, wer die Zielgruppe ist, bieten sich manche Kanäle eher an als andere. Bespiele also nicht planlos alle Netzwerke, sondern verwende genügend Zeit auf das cherry picking: Finde heraus, welcher Kanal am besten passt. Im Beispiel könnte das so aussehen:

  • Facebook: Steigern der Reichweite, Promotion von Kampagnen, Posten von Informationscontent
  • Twitter: Kundenservice, Support und Promotions
  • TikTok: TikTok kann ungeheuer vielversprechend für Social-Media-Marketing sein: Mittlerweile tummeln sich ältere User genauso wie jüngere auf der ByteDance-Plattform herum und sind Zielgruppe für alle erdenklichen Unternehmen.

Sekundär könnte man damit experimentierenFacebook Ads auch auf Instagram zu schalten oder auch hochwertige Fotos von den Produkten posten, die geliefert werden. Der Fokus würde in diesem Fall klassischerweise aber bei Facebook liegen.

Das heißt nicht, dass eine Social-Media-Strategie zwangsläufig auf Facebook ausgerichtet ist. Dieses „Urgestein“ unter den Social Networks ist ganz einfach das Paradebeispiel, aber längst nicht das Nonplusultra. Es gibt neben Facebook schließlich auch Twitter LinkedInSnapchatPinterestYouTube – und nun auch vielversprechendes TikTok-Marketing. Die Liste der Möglichkeiten ist lang!


Schritt 5: Social-Media-Marketing Plan erstellen

An diesem Punkt hast du bereits deinen Status Quo analysiert, die Zielsetzung und Zielgruppe definiert und entschieden, welche Social-Media-Kanäle du einsetzen wirst. Jetzt geht es darum, die eigentlichen Inhalte zu definieren und die Grundlagen dafür zu schaffen.

Wettbewerbsanalyse

Bei der Frage „Was posten?“ kannst du den Community-Faktor optimal ausnutzen: Poste Umfragen und finde so heraus, was sich deine Follower wirklich wünschen. Sieh dir außerdem genau an, mit welchen Inhalten die Konkurrenz Erfolg hat.

Damit ist natürlich nicht gemeint, deren Strategie 1:1 zu kopieren. Vielmehr gibt die Konkurrenzanalyse hervorragende Anhaltspunkte in Bezug auf die eigenen Stärken und Schwächen. Sie bietet sich außerdem an, um die Wettstreiter zu benennen und später im Auge behalten zu können. Stelle zum Beispiel Fragen wie:

Dies ist der Box-Titel
  • Mit welchen Beiträgen schaffen es Wettbewerber zu punkten?
  • Wie geht die Konkurrenz auf Kundenanliegen ein?
  • Welche Lücken hat die Konkurrenz in Ihrer Content-Planung und wie kann ich diese füllen?
  • Wieso sind welche Beiträge erfolgreich?

Wenn du diese Fragen beantwortest, kannst du später beispielsweise abgleichen, wie erfolgreich deine Strategien im Gegensatz zu denen der Konkurrenz sind und entsprechend reagieren. Oder du entdeckst Lücken in deiner eigenen Strategie, die andere bereits füllen. Diese kannst du dann ergänzen. In jedem Fall kannst du dabei nur gewinnen.

Markenführungsstrategie

Du kennst nun bereits deine Zielgruppe und deine persönlichen Ziele. Im besten Falle hast du auch schon den Wettbewerb analysiert und dir Gedanken darüber gemacht, wie du dich von Mitbewerbern abheben kannst. Um dann in die Kreation der Inhalte starten zu können, musst du zur Vorbereitung nur noch eines tun: Finde heraus, wie die Erlebniswelt der Zielgruppe aussieht.

In der Strategieplanung versetzt du dich in die Zielgruppen und teilst deren Interessen, Bedürfnisse, Verhaltensweisen. Es gibt unzählige Möglichkeiten, diese Informationen herauszufinden: Interviews, Recherchen, Marktanalysen sind hier nur einige wenige Beispiele. Wenn du diese Daten kennst, dann kannst du dich an die Kreativkonzeption deiner Inhalte setzen.

Social-Media-Content-Ideen

Nicht immer ist man sich in der Auswahl der geeigneten Inhalte für das Content-Marketing sicher. Für den Anfang kannst du dich daher an der 80/20-Regel orientieren:

Dies ist der Box-Titel

Für den Anfang können Sie sich an der 80/20-Regel orientieren:

  • 80 Prozent Unterhaltung und Information
  • 20 Prozent werblicher Content

Der informative Teil kann übrigens jederzeit auch von externen Quellen stammen (sofern du mit Quellenangaben entsprechend Credits gibst). Es muss nicht die gesamte Content-Produktion aus eigener Feder stammen. So viel Zeit hat – vor allem am Anfang – niemand.

Stelle fest, welche Inhalte deine Follower am meisten ansprechen und gestalte die Content-Produktion entsprechend. Um dir Inspiration zu liefern, haben wir einige Ideen für verschiedene Content-Möglichkeiten zusammengestellt:

  • Informierende Inhalte mit ansprechend verpackten News und Updates
  • Transparenz schaffen: Blicke hinter die Kulissen ermöglichen oder Mitarbeiter vorstellen
  • Überzeugende Inhalte posten, beispielsweise mit einem Call-To-Action verknüpft
  • Follower einbinden: Fragen stellen, antworten und mit ihnen interagieren
  • Bezug schaffen und persönliche Favoriten (z. B. Blog-Posts) teilen
  • Das Produkt oder die Fachkräfte im Einsatz zeigen
  • Motivierende Inhalte verbreiten, z.B. zum Wochenstart

Ganz besonders wichtig ist auch das Storytelling: Gestalte deinen Content mitreißend, emotionsgeladen, spannend, lustig – kurzum: Sorge dafür, dass sich dein Publikum mit deiner Marke identifiziert und echtes Interesse entwickelt.

Native-Konzeption

Zu guter Letzt gibt es noch eine essenzielle Richtlinie für die Erstellung von Content: Halte dich an die Native-Konzeption. Das bedeutet, dass du deine Inhalte von vornherein so planst und erstellst, dass sie zur jeweiligen Plattform passen und dort am besten wahrgenommen werden.

Bist du beispielsweise auf Portalen vertreten, die vorwiegend vertikale Inhalte zeigen, dann solltest du deine Posts unbedingt ebenfalls im vertikalen Format gestalten. Das ist auch deshalb sinnvoll, weil generell kaum noch ein User sein Smartphone dreht, sondern die Inhalte direkt und ohne Umschweife konsumieren will.

social media strategie blick hinter die kulissen
Ermöglichen Sie Ihren Followern einen Blick hinter die Kulissen.

Jedes Portal hat seine bevorzugten Formate: Überlege dir, auf welchen sozialen Plattformen Videos gepostet, Blogbeiträge veröffentlicht oder Live-Streams zugänglich gemacht werden sollen. So sind bei Instagram Zitate und Story-Formate gefragt, bei LinkedIn hingegen eher Unternehmensnachrichten und Beiträge, die für die Branche von Interesse sind.

Youtube-User bevorzugen beispielsweise 16:9-Formate, Instagram 9:16. Auf TikTok ist es darüber hinaus auch wichtig, den Geschmack der User zu treffen. Klassische Werbung wird hier schnell geschmäht. Vielmehr braucht es ein Gespür für den Tonfall des Portals (nämlich ausgeflippt, kreativ und selbstironisch).

Content-Plan koordinieren

Fast noch wichtiger als die Inhalte selbst ist deren Strukturierung. Diese ist unbedingt notwendig, denn irgendwann wirst du an einem Punkt sein, an dem du nicht mehr weißt, wann du welchen Post gemacht hast – schon gar nicht, wenn mehrere Mitarbeiter beteiligt sind. Um also Chaos zu verhindern, gibt dir der Content-Plan Struktur.

Dies ist der Box-Titel

In der Planung für die Content-Produktion halten Sie fest …

  • was gepostet werden soll
  • wann welcher Beitrag online geht
  • in welchen Abständen welcher Contenttyp gepostet wird
  • welche Reihenfolge am meisten Abwechslung bietet und inhaltlich sinnvoll ist

Zu diesem Zweck ist Brainstorming natürlich schön und gut. Da du aber eine ganze Weile in die Zukunft planst, solltest du einen detaillierten Kalender für die Content-Produktion erstellen. So kannst du genau festhalten, was wann gepostet wird und wer dafür verantwortlich sein soll.

Sobald mehr als eine Person involviert ist, ist es wichtig, konkrete Aufgaben zu verteilen. Bei „Delivery Daily“ würde das also heißen, dass Person A jeden Montag einen neuen Blogpost online stellt, während Person B für Kundennachrichten zuständig ist usw. So fällt nichts unter den Tisch, die einzelnen Aufgaben können zeitlich besser koordiniert werden und der Sprachstil in der Kundenkommunikation bleibt immer gleich.

Du bist dir nicht ganz sicher, was du mit deinem Unternehmensprofil am besten postest? Das ist kein Weltuntergang. Arbeite dich ein – ein bisschen Übung und Zeit braucht es schließlich immer.


Schritt 6: Controlling durchführen und Social-Media-Strategie optimieren

Die Planungsphase ist abgeschlossen, die ersten Inhalte sind online, der Plan scheint aufzugehen – war’s das schon? Nein, denn das ist erst die Testphase der Social-Media-Strategie. Jetzt geht es erst richtig los – und zwar mit der Auswertung und dem Community-Management:

Analyse im Social Web

Nutze unbedingt Social Media Tools wie Audience Insights, um zu beobachten, wie dein Social Media Marketing läuft: Wann ist beispielsweise das Engagement am höchsten und damit der ideale Zeitpunkt zum Posten? Welche Art Content läuft am besten? Kommt mein Unternehmen auf Facebook, Twitter und Co. wirklich am besten an oder lassen sich auf anderen Portalen bessere Erfolge verzeichnen?

Fragen wie diese sind das A und O. Du willst schließlich nicht auf der Stelle treten, sondern mit jedem Posting noch ein kleines bisschen besser werden (und ein bestimmtes Ziel erreichen). Kurz gesagt: Sammle per Social-Media-Analyse so viel Analysematerial wie möglich.

Am Anfang hast du verständlicherweise noch nicht viel Datenmaterial zur Verfügung. Sobald sich das aber ändert, solltest du dich an diesem ganz spezifischen, realen Nutzerverhalten orientieren und nicht an vermeintlich „idealen“ Vorgaben.

Analyse einer Social-Media-Marketing-Strategie
Die Auswertung ist besonders wichtig, um das Social-Media-Konzept stetig zu optimieren.

Eine Vorlage für den perfekten Posting-Zeitpunkt, das perfekte Content-Format etc. gibt es nicht, sonst würde jeder Firmenaccount auf Sozialen Netzwerken völlig gleich aussehen. Was für dein Unternehmen optimal ist, kannst du nur anhand von eigenen Erfahrungswerten herausfinden. Die Analyse der Social-Media-Aktivitäten deiner Zielgruppe hilft dir dabei ungemein.

Teste also immer wieder deine Kampagnen und passe deine Media-Marketing-Strategie an.

Community Management

Ein ganz wichtiger Faktor deiner Social-Media-Strategie ist das Community-Management. Denn was soll deine Zielgruppe denken, wenn es mit einem Produkt – oder in unserem Fall einer Dienstleistung – ein Problem gibt, aber niemand darauf reagiert?

Gerade Soziale Plattformen sind aufgrund der Kommentarfunktionen Tummelplatz von Echtzeit-Feedback. Hier kannst du auf Social-Listening-Tools zurückgreifen, um für deine Social-Media-Strategie zu planen, wie du auf Anfragen, Anliegen oder Beschwerden eingehen willst. Die Tools helfen dir dabei, auf Erwähnungen deines Unternehmens im positiven wie auch im negativen Kontext sofort einzugehen und damit das Image deiner Firma stetig zu verbessern.


Warum ist eine Social-Media-Strategie so wichtig?

Eine Social-Media-Strategie hat zahlreiche Vorteile: Zum einen hält sie den Plan, der verfolgt wird, auf Kurs, zum anderen sorgt sie für exakte Abstimmung der Inhalte auf die Bedürfnisse der User. Auf diese Art spart eine Social-Media-Strategie deutlich an Zeit und Mühe.

Verzichtet ein Unternehmen auf eine Strategie, kann es beispielsweise passieren, dass die Firma selbst geschlossen ein konkretes Ziel verfolgt, über Social Media aber völlig falsch kommuniziert. Wirbt man auf Social-Media-Kanälen, muss man sich zudem der Möglichkeiten und Pflichten bewusst sein, die damit einhergehen:

  • Die Kanäle müssen ständig gepflegt werden.
  • Social-Media-User sind gnadenlos ehrlich: Kritik und Feedback sind an der Tagesordnung und sollten vom Empfänger sinnvoll genutzt werden.
  • Erfolge und Impact der Werbekampagnen müssen ständig überprüft und analysiert werden.

Du siehst also, dass Social-Media-Marketing quasi etwas Lebendiges ist, das der ständigen Pflege bedarf. Es ist kein Werbeplakat, das man einmal erstellt und dann aufhängt, sondern es entwickelt sich ständig weiter.

Gelungene Social-Media-Strategie: Beispiele

Mitmachkampagnen

Führendes Beispiel für ein gelungenes Konzept ist hier Gucci, die die User baten, ihr neu vorgestelltes Muster kreativ einzubinden. Auch Starbucks‘ erfuhren viel Aufmerksamkeit, als sie User ihre Becher designen ließen.

Purpose-Driven Campaign

Heineken traute sich, mit #OpenYourWorld die Aufmerksamkeit auf politisch-soziale Inhalte zu lenken und schuf damit mehr Achtsamkeit für Randgruppen – und für sich selbst.

Storytelling

Manche Unternehmen produzieren eigene Filme – beispielsweise Animationsfilme oder gar Kinofilme. Lego liegt hier ganz weit vorne, indem es die Bausteine für zahlreiche Abenteuer zum Leben erweckt.

Selbstidentifikation

AirBnB ließ in einer Kampagne seine Follower an den faszinierenden Erfahrungen von AirBnB-Nutzern auf der ganzen Welt teilhaben.

Provokation

Diese ristkante Taktik kann durchaus von Erfolg gekrönt sein und sorgt in jedem Fall für Publicity. Beispiele sind hier Truefruits mit zweideutigen Slogans oder Sixt mit politischen Anspielungen.

Unterhaltungsfaktor

Blendtec kreierte im Rahmen eine Kampagne den Begriff „Will it Blend“. Dabei wird eigentlich Unmixbares wie z. B. Smartphones in den Blender gesteckt, wo das Gerät anschließend beweisen kann, mit welcher Effizienz es auch „Fachfremdes“ püriert.

Hier sollte noch angemerkt werden, dass die Firma Blentec auf zweierlei Arten Erfolge einholt: Zum einen wird mit den Videos der Unterhaltungsfaktor abgedeckt, zum anderen werden User mit eingebunden, indem sie bei Umfragen entscheiden dürfen, was als nächstes in den Blender gesteckt wird.

Dieses Beispiel zeigt besonders gut: Verschiedene Arten von Social-Media-Strategien sind kombinierbar und können zum Erfolg führen. Man muss nur kreativ sein.

Was all diese Social-Media-Strategien verbindet, ist der kreative und originelle Einsatz der zahlreichen Möglichkeiten, die Social-Media-Portale bieten. Das Zielpublikum wurde genau erkannt und alle Inhalt direkt an das Image des Unternehmens sowie die Bedürfnisse der User abgestimmt. Mit durchschlagendem Erfolg!

Fazit: Social-Media-Strategien sorgen für Authentizität

Ganz wichtig zum Schluss: Bleibe auf der sozialen Ebene von Social Media. Deine Social-Media-Strategie ist nicht dafür gedacht, um jeden Preis Sales zu pushen und die Konkurrenz auszustechen. Sie soll vielmehr dafür sorgen, dass das Unternehmen weniger anonym wird und zeigen: Hinter dieser Firma stehen ganz normale, vertrauenswürdige Menschen.

Zudem wichtig für eine erfolgreiche Social-Media-Strategie sind kollaborative Prozesse. Mehr dazu liest du in unserem Beitrag: Wie social bist du wirklich?

Wenn du diesen Gedanken berücksichtigst und dich dabei immer genau daran orientierst, was das nächste Ziel ist, kann gar nicht mehr viel schiefgehen. Also, bleib dran und verbessere deine Social-Media-Strategie kontinuierlich.


Bildquellen: © baranq – stock.adobe.com; © Daniele Riggi – unsplash.com; © Alessandro Biascioli – stock.adobe.com; © amnaj – stock.adobe.com

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Bist du bereit, loszulegen? Bringe dein Marketing auf ein neues Level. Schreibe uns eine kurze Nachricht, damit wir uns anschauen können, wie wir deine Ziele erreichen.