Facebook Ads Manager: Der ultimative Guide

Facebook Ads Manager: Der ultimative Guide

Facebook Advertising ist ein Muss, wenn man Facebook Marketing erfolgreich in die Social-Media-Strategie integrieren will. Ein unverzichtbarer Helfer ist hier der Facebook Ads Manager, denn er ermöglicht es, den Werbeauftritt bei Facebook inklusive aller Targeting-Optionen und Statistiken im Blick zu behalten. Wie’s geht, erklären wir hier!

Der Login beim Facebook Ads Manager

Um den Anzeigenmanager bei Facebook nutzen zu können, ist ein privater Facebook-Account nötig. Auch eine Unternehmensseite bei Facebook muss bestehen. Das private Profil dient laut Facebook zur Absicherung und Bestätigung der Identität – Anonymität wird bei Facebook eben nicht gern gesehen.

Nach dem Login über die Firmenseite bzw. den Privataccount gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, zum sogenannten Ad Account zu gelangen:

  • über die Ads Manager App – für Verwaltung der Anzeigen auf mobilen Geräten
  • über den Direktlink: https://www.facebook.com/ads/manager
  • über das Drop-Down-Menü rechts oben im Facebook-Profil und die Option „Werbeanzeige erstellen“

Wenn es um eine größere Skala und fortgeschrittenes Advertising gehen soll, ist wiederum der Business Manager das Mittel der Wahl. Dort können mehrere Ad Accounts verwaltet werden, auch hier ist aber ein Privataccount erforderlich. Über https://business.facebook.com/create/1 gelangen Sie zum Business Manager und können dort ein Profil aufsetzen.

Facebook Business Manager
Ein Facebook Business Manager Konto ist schnell erstellt.

Da Sie aber vermutlich nicht hier wären, wenn Sie schon genau wüssten, wie der Ads bzw. Business Manager funktioniert, widmen wir uns an dieser Stelle lieber dem Einstieg ins Facebook Marketing: dem Ads Manager.

Tutorial: Tools im Facebook Ads Manager

Der Anzeigenmanager bei Facebook ist extrem vielseitig, was Funktionen betrifft. Die verschiedenen Tools ermöglichen es,

  • neue Werbekampagnen und Anzeigensets zu erstellen
  • bestimmte Zielgruppen zu targeten
  • eine Kampagne zu optimieren
  • die Performance aktueller oder vergangener Kampagnen zu beobachten
  • das Budget und die Gesamtausgaben zu überwachen
  • im Creative Hub Mockups zu erstellen und so zu testen, als wären sie bereits live

Auf den ersten Blick ist das eine ziemlich gute Leistungspalette, zumal der Facebook Ads Manager kostenlos zur Verfügung steht. Sehen wir uns also Schritt für Schritt an, was der Anzeigenmanager alles bietet.

Schritt 1: Übersicht nach dem Login im Ads Manager

Unmittelbar nach dem Login wird am linken oberen Bildschirmrand angezeigt, dass man sich im „Werbeanzeigenmanager“ befindet. Jetzt erscheint eine Hauptseite mit vier verschiedenen Tabs bzw. Abteilungen:

  1. Kontoübersicht
  2. Kampagnen
  3. Anzeigengruppen (Ad Sets)
  4. Werbeanzeigen
Ads Manager Übersicht
Der Facebook Ads Manager bietet nach dem Login eine umfassende Übersicht über die wichtigsten Bereiche und Daten.

Unterhalb dieser Reiter gibt es eine Übersicht mit Statistiken zu Geschlecht und Alter der User, Region und Zeitraum. Hier erscheinen natürlich erst dann Inhalte, wenn Sie bereits Anzeigen geschaltet haben.

In den Tabs 2-4 erscheinen jeweils Spalten mit Informationen zu einzelnen Kampagnen, darunter Reichweite, Impressionen, Relevanzbewertung, Ergebnisse etc. Diese Spalten können Sie später individuell anpassen.

Schritt 2: Genauere Analysemöglichkeiten

Wenn Sie auf den bereits erwähnten Button „Werbeanzeigenmanager“ klicken, erscheinen weitere Analysetools in Form von fünf verschiedenen Tabs:

PlanEinstellung und VerwaltungMessung und BerichteElemente (Assets)Einstellungen
Hier finden Sie Zielgruppen-Insights und den Creative-Hub-Bereich, wo Sie Testläufe erstellen können.
Ein Bestandteil dieser Kategorie ist der Ads Manager, den wir im vorigen Punkt schon kennengelernt haben.
Eins der Goldstücke im Anzeigenmanagement: Hier gibt es Daten aus dem Pixel, zu Offline-Events, Conversions, Analytics etc., sodass Sie direkt erkennen können, was funktioniert und was nicht.
In diese Kategorie fallen zum Beispiel bereits gespeicherte Zielgruppen, Bilder, Unternehmensstandorte oder Produktkataloge
Plain and simple: Hier geht es zu allgemeinen Account-Einstellungen und Rechnungen.

Sobald Sie einige Anzeigen erstellt und verwaltet haben, gesellt sich nach einiger Zeit noch der Reiter „Häufig benutzt“ hinzu. Wenn Sie diesen ersten Überblick haben, können Sie theoretisch schon mit der ersten Kampagne bzw. Anzeige starten.

Schritt 3: Ein Facebook Ad im Ads Manager erstellen

Praktischerweise bietet der Anzeigenmanager an mehreren Stellen Schritt-für-Schritt-Anleitungen, so auch beim Erstellen der ersten Kampagne. Sie müssen sich jetzt aber nicht extra durch diese Punkte klicken – wir haben die Grundlagen für Sie zusammengefasst!

Wenn Sie eine Kampagne erstellen, legen Sie zuerst fest, worauf sie abzielen soll. Zur Auswahl stehen:

Verkäufe aus dem Produktkatalog
✓ Shop-Besucher
✓ Conversions
✓ Leads
✓ Videoklicks
✓ App-Installationen
✓ Engagement auf der Facebookseite
✓ Markenbewusstsein oder regionale Aufmerksamkeit
✓ Reichweite
✓ Traffic

Allein das Festlegen eines bestimmten Ziels bedeutet schon, dass die Anzeige wesentlich effizienter eingesetzt werden kann. Im nächsten Schritt geben Sie dann den Namen der Kampagne an. Es empfiehlt sich, gleich das Datum mit aufzulisten, um später einen besseren Überblick zu haben.

Jetzt ist es Zeit für weitere Verfeinerungen: Wer soll Ihre Custom Audience sein? Hier können Sie entweder ein Publikum wählen, das im Audience Manager schon gespeichert ist oder eine neue Target Audience erstellen. Zum Beispiel können Sie das Zielpublikum anhand von bestimmten App-Aktivitäten, Arten des Engagements auf Facebook und weiteren Optionen festlegen. Genauso ist es aber möglich, eine Lookalike Audience zu erstellen, also eine Zielgruppe, die ähnliche Merkmale aufweist wie ein bereits bestehendes Publikum.

Neue Kampagen im Werbeanzeigenmanager erstellen
Beim Erstellen einer neuen Kampagne wird man Schritt für Schritt durch den Prozess geführt.

Im nächsten Schritt entscheiden Sie, wo die Kampagne aufscheinen soll: im Newsfeed oder rechts davon, auf Facebook und Instagram oder nur einer der Plattformen und so weiter. Alternativ gibt es die automatische Platzierung. Ob diese aber tatsächlich die beste Wahl ist, sollten Sie erst austesten und gegebenenfalls das Placement ändern.

Und damit ist es auch schon fast geschafft, denn jetzt müssen Sie nur noch das Budget festlegen – tägliche Ausgaben oder ein Budget für eine gewisse Laufzeit? – und die eigentliche Anzeige gestalten. That’s it. Nicht zu vergessen ist natürlich die Auswertung der Berichte, wenn die Anzeige dann live ist. Schließlich erlauben es eben jene Statistiken, die Facebook so bereitwillig preisgibt, das Werbeverhalten kontinuierlich zu optimieren und das meiste aus dem eigenen Budget zu machen.

Die 3 Schritte zur Facebook-Anzeige

Im Wesentlichen besteht das Vorgehen im Facebook Ads Manager aus drei großen Schritten. Der erste davon ist es, die Kampagne zu erstellen, wie oben beschrieben. An zweiter Stelle stehen die Elemente in Form von Zielgruppenpublikum, der Platzierung etc. Am Schluss steht die Erstellung der Anzeige, wie sie den Usern letztendlich angezeigt wird.

Was die Gestaltung der Anzeige(n) selbst betrifft, gibt es ein breites Spektrum an Auswahlmöglichkeiten. Sie können zum Beispiel das vergleichsweise neue Format der Carousel Ads wählen, ein Video, eine Slideshow, ein Canvas… Auch der Ort der Publikation kann variieren. Bei manchen Ads bietet es sich an, sie auf Instagram und/oder der Facebookseite zu publizieren. Der CTA und die Ziel-URL können – und sollten – Sie ebenfalls anpassen.

Eine sehr praktische Funktion, mit der man ausgezeichnet experimentieren kann, sind die Mockups. Hier können Sie sich austoben und verschiedene Funktionen probieren. Letztendlich dauert es immer eine Weile, bis man die perfekte Ads-Strategie gefunden hat – umso besser, dass es diesen Ort für „Trockenübungen“ gibt. Und je länger Sie mit dem Ads Manager arbeiten, desto selbstverständlicher werden Sie alle Funktionen voll ausnutzen.

Facebook Ads Manager und Power Editor

Falls Sie sich jetzt fragen, was es denn nun eigentlich mit dem vielzitierten Power Editor auf sich hat: Dieser war bis vor kurzem noch ein eigenständiges Tool, ist aber mittlerweile aus Gründen der Übersichtlichkeit Teil des Anzeigenmanagers geworden. Laut Facebook sind im aktuellsten Ads Manager die besten Funktionen aus Ad Manager und Power Editor vereint.

Der Power Editor war ursprünglich für fortgeschrittenes Anzeigenmarketing bei Facebook gedacht. Dieser Gedanke wurde auch nach der Zusammenführung beibehalten und zwar in der Hinsicht, dass Sie im Ads Manager jetzt in die Quick Creation gehen und dort ohne Anleitung Ihre Kampagnen managen bzw. erstellen können.

Wenn Sie gerade erst die ersten Schritte im Facebook Ads Manager hinter sich haben, ist es wiederum klüger, mit dem Guide zu arbeiten und Anzeigen bzw. Kampagnen unter Schritt-für-Schritt-Anleitung zu erstellen. Denn warum Zeit und Mühe verschwenden, wenn Facebook so bereitwillig Starthilfe gibt?

Ob mit oder ohne Guide, aus der Zusammenführung von Ads Manager und Power Editor ergibt sich jedenfalls unter anderem folgender Vorteil: Das Reporting stammt jetzt aus einer Quelle, sodass widersprüchliche Zahlen der Vergangenheit angehören und Sie auf einem Fleck alles gesammelt finden, was Sie zur Auswertung Ihrer Kampagnen wissen müssen.

Der Facebook Business Manager

Ähnlich verhält es sich auch mit dem Business Manager. Diese Variante macht Sinn, wenn Sie mehrere Seiten verwalten und alle Aktivitäten in einem Tool sammeln wollen. Allerdings sollten Sie ein gewisses Grundwissen über den Ads Manager mitbringen, damit Sie sich schneller im Business Manager zurechtfinden.

Der Business Manager kommt wie gerufen für Werbekampagnen in großem Ausmaß. Denn je umfangreicher Ihr Facebook-Werbeauftritt, desto unübersichtlicher kann der Ad Manager werden. Im Business Manager können Sie zudem den Überblick behalten, wenn Sie zum Beispiel Facebookseiten bzw. Ad Accounts von Klienten betreuen.

Facebook Business Manager
Sobald es um eine große Kampagne geht oder mehrere Personen an einer Kampagne arbeiten, macht der Business Manager Sinn.

Auch wenn mehrere Personen an einer Kampagne arbeiten, macht der Business Manager Sinn. Hier können unterschiedliche Positionen an jeweils berechtigte Teammitglieder vergeben werden. Der Zugriff wird via E-Mail-Adresse erteilt, die aber nicht zwingend mit einem Facebook-Konto verbunden sein muss.

Bei einer solchen Rollenzuweisung ist zwischen Request Access und Claim Access zu unterscheiden. Ein Request bedeutet, dass der Eigentümer einer Seite den betreffenden Externen Zugriff auf einzelne Elemente gewährt oder gegebenenfalls wieder entzieht. Beim Claim Access wiederum ist der Business Manager selbst Eigentümer des jeweiligen Assets. Mit anderen Worten: Claims sollten firmenintern bleiben, denn eine externe Person kann sonst theoretisch die Assets in den eigenen Business Manager aufnehmen – eine Aktion, die nur schwer rückgängig gemacht werden kann.

Multitalent: Der Ads Manager bei Facebook

Für den Einstieg in die Welt der Facebook Ads ist der Facebook Ads Manager ein unschlagbares Tool. Wenn man sich erst einmal einen Überblick verschafft hat, ist der Anzeigenmanager relativ leicht verständlich und bietet dabei viele nützliche Werbemöglichkeiten.

Der Facebook Ads Manager ist der Ort, an dem Sie alle Informationen sammeln und Ihre Facebook Ads aufs Genaueste verfeinern können. Dank Pixel, Zielgruppen-Optionen und sehr genauem, übersichtlichem Reporting zu Performance und Conversions können Sie bis ins kleinste Detail Targeting betreiben. Mit der mobilen App ist das übrigens auch unterwegs möglich. Es gibt also keinen wirklich guten Grund, der dagegenspricht, dem Ads Manager eine Chance zu geben – probieren Sie’s aus!

Keyvan

Es gab genau zwei Möglichkeiten: Entweder ich rege mich weiter über vermeintliche Social Media und Content Marketing "Profis" auf oder ich tue etwas dagegen - ich habe mich für Letzteres entschieden und gründete gemeinsam mit meinem Co-Partner die Hamburger Social Media Agentur media by nature, denn: Wir lieben Facebook, Instagram, Twitter & Co. und wissen genau welche Taktiken hier für langfristige und nachhaltige Ergebnisse sorgen. Übrigens: meinen Kaffee trinke ich immer schwarz und freie Minuten gehören voll und ganz meiner kleinen Familie zuhause.