Instagram Ads: Der ultimative Guide

Instagram Ads: Der ultimative Guide

Seit Instagram 2012 von Facebook gekauft wurde, sind sich die beiden sozialen Netzwerke immer ähnlicher geworden. Da ist es kein Wunder, dass auch Instagram Ads mittlerweile eine echte Option für Social Media Marketing geworden sind. Aber was kostet eigentlich Instagram-Werbung, welche Arten von Instagram Ads gibt es und was hat der Facebook Ads Manager damit zu tun? Das erfahren Sie hier!

Werbung schalten auf Instagram: Lohnt sich das?

Ob sich Instagram Ads auszahlen, hängt wesentlich davon ab, wer Ihre Zielgruppe ist. Die besten Erfolgschancen haben Sie bei einer Zielgruppe zwischen 14 und 19 Jahren. Auch die Altersgruppe 20-29 war laut Statista 2017 mit immerhin 58 Prozent der Nutzer auf Instagram vertreten. Wenn die Zielgruppe stimmt und sich das Produkt gut auf einer Plattform vermarkten lässt, die den Fokus auf visuellen Content legt, lohnen sich die Ausgaben also definitiv.

Die Kosten von Instagram Ads

Das Kostenspektrum liegt bei Instagram-Werbung zwischen 0,02 Euro bis hin zu 14 Euro pro Anzeige. Allerdings ist das nur als sehr grober Richtwert zu verstehen. Pauschalangaben? Fehlanzeige, denn wie auch bei Facebook Ads gilt bei Instagram Ads das Auktionsprinzip: Sie geben ein Gebot ab, und je nach Konkurrenz und Höhe dieses Gebots wird Ihre Anzeige mehr oder weniger oft ausgespielt.

Sie entscheiden außerdem, wie Ihr Budget eingesetzt wird. Neben CPC (cost per click) und CPM (cost per mile) steht bei Instagram auch cost per action (CPA) zur Verfügung. Das bedeutet, Ihr Gebot gilt pro Interaktion, die Sie im Vorfeld festgelegt haben, also zum Beispiel Kommentare oder Likes.

Reichweite bei Instagram Ads

Auch die Reichweite lässt sich – wenig überraschend – nicht pauschal vorhersagen. Grundsätzlich steigt sie durch jede Interaktion mit der Anzeige. Um möglichst viele Instagram-User zu erreichen, können Sie entweder als Ziel der Kampagne „Reichweite erhöhen“ auswählen oder aber folgende Mittel einsetzen:

  • Hashtags

Verwenden Sie in den Ads ausgewählte Hashtags, die gerade trenden. 5-10 Stück reichen aus, die (theoretisch) möglichen 30 Hashtags sind eher schon zu viel. Setzen Sie auch in Story Ads einzelne Hashtag-Sticker.

  • Story Highlights

Wenn Sie aktuelle Werbekampagnen als Story Ad posten, halten Sie diese am besten als Story Highlight auf Ihrem Profil fest. So kann die Anzeige auch nach Ablauf der 24 Stunden immer wieder angesehen werden und erreicht mehr User.

  • Sprachauswahl

Probieren Sie aus, ob Deutsch oder Englisch in den Ads besser funktioniert. Hier kommt es ganz auf Ihre Branche an, ob das sinnvoll ist oder nicht. Oft erreicht man mit Englisch ein größeres Publikum.

Welche Art Instagram-Werbung die meisten User erreicht, hängt letztendlich immer vom Einzelfall ab. Ein Patentrezept gibt es nicht. Umso wichtiger ist es, die Ad-Formate von Instagram und ihre Vorteile zu kennen!

Story Ads & Co.: Formate bei Instagram Ads

Der große Vorteil von Instagram Ads ist, dass sie sich ganz natürlich in den Feed bzw. die Story-Leiste einfügen. Eine Sidebar gibt es bei Instagram nicht, was bedeutet, dass User beim Scrollen automatisch die Anzeigen sehen. So steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Werbung Aufmerksamkeit geschenkt wird – erst recht, wenn das Format clever gewählt wird.

Instagram Photo Ads

Instagram Photo Ads

Beginnen wir mit dem Klassiker: Eine Bild-Werbeanzeige enthält neben dem Bildmaterial eine Headline und Beschreibung, den entsprechenden Websitelink sowie natürlich einen Call-to-Action-Button.

Durch den CTA sowie den Hinweis „gesponsert“ am rechten oberen Bildrand hebt sich ein Photo Ad von organischen Posts ab.

Angaben zur optimalen Formatierung von Instagram Photo Ads finden Sie hier.

Instagram Story Ads/ Swipe-Up Ads

Instagram Story Ads / Swipe-Up Ads

Story Ads werden zwischen organischen Story-Posts eingeblendet. Wie auch eine organische Story werden sie im Vollbildmodus angezeigt und sind nur 24 Stunden verfügbar (sofern sie nicht als Highlight gespeichert werden).  Damit eignet sich das Format perfekt, um zeitlich begrenzte Angebote zu bewerben.

Mit der Swipe-Up-Funktion in den Story Ads können Sie User direkt zu einer Landingpage weiterleiten.

Achtung: Die entsprechende Seite muss unbedingt auf Mobilgeräte optimiert sein. Instagram ist ein Mobile-Only-Netzwerk – lange Ladezeiten und umständliches Design sind bei externen Zielseiten absolute No-Gos.

Instagram Canvas Ads / Instant Experience

Das Canvas-Format ist, kurz gesagt, perfekt für Instagram: Es ist auf Mobilgeräte optimiert und hat bis zu zehnmal kürzere Ladezeiten. Außerdem kommen Canvas Ads als Fullscreen-Anzeige und haben Engagement als oberste Priorität – beste Voraussetzungen, um die Reichweite zu steigern.

Übrigens: Streng genommen heißen Canvas Ads mittlerweile Instant Experience. Die Funktionsweise ist gleichgeblieben, mit dem Unterschied, dass die Anzeigen jetzt auch im Newsfeed platziert werden können. Bis vor kurzem war das Canvas-Format nur für Instagram Stories verfügbar. Die Instant Experience Ads können Sie entweder mit oder ohne ein Template erstellen. Zur Auswahl stehen Bilder, Videos und Slideshows.

Instagram Video Ads

Eine Video-Anzeige bei Instagram kann bis zu 60 Sekunden dauern. Da aber die Aufmerksamkeitsspanne bei Instagram-Usern sehr kurz ist, sollten Video Ads lieber nur 20-30 Sekunden lang sein. Denken Sie an Ihr eigenes Nutzerverhalten – würden Sie eine ganze Minute darauf verwenden, Werbung anzusehen? Wohl eher nicht, es sei denn, der ganze Clip ist außergewöhnlich mitreißend.

Video Ads eignen sich bestens, wenn Sie Details präsentieren wollen. In diesem Format können Sie zum Beispiel zeigen, wie ein Gericht zubereitet wird oder wie ein bestimmtes Outfit aussieht, wenn es nicht im Studiosetting, sondern „spontan“ im Freien präsentiert wird.

Instagram Carousel Ads

Das Karussellformat kennen Sie bestimmt schon von Facebook: Hier werden mehrere Content-Elemente in einem Anzeigenpost vereint.

Instagram Carousel Ads erstellen

Durch das Swipen von Bild zu Bild (bzw. Video) bekommt die Anzeige einen interaktiven Charakter und die Verweildauer steigt.

Carousel Ads sind prädestiniert für Storytelling. Klar, denn mit bis zu zehn Bildern lässt sich so einiges anstellen!

Sie können also mit diesem Format zum Beispiel die Vielseitigkeit eines Produkts zeigen, indem Sie es in ganz unterschiedlichen Settings inszenieren.

Sie haben jetzt schon erste Ideen, wie Ihre Instagram-Werbung aussehen würde? Dann nichts wie ran an die Umsetzung!

Instagram Ads erstellen: So geht’s

Sie haben zwei Möglichkeiten, Ihre Werbeanzeigen zu erstellen: entweder über einen Instagram Business Account oder aber über eine Verknüpfung mit dem Facebook-Werbeanzeigenmanager. Wir konzentrieren uns hier auf die zweite Option, da sie etwas mehr Möglichkeiten bietet.

Die gute Nachricht: Wenn Sie sich mit Facebook Ads schon auskennen, sind Instagram Ads auch keine Zauberei mehr. Wir haben im Überblick die Schritte zusammengefasst, die zur fertigen Instagram-Werbeanzeige führen.


✓ Schritt 1: Verknüpfung herstellen

Sie können das Instagram-Profil mit dem Facebook Ads Manager verknüpfen, indem Sie dort unter „Instagram-Konto“ ganz einfach „Konto hinzufügen“ auswählen. Sobald Sie den Namen des Instagram-Accounts und das Passwort eingegeben und bestätigt haben, sind die Konten auch schon verknüpft und Sie können über den Anzeigenmanager ihre Instagram Ads verwalten.


✓ Schritt 2: Zielsetzung auswählen

Zwar gibt es bei Instagram Ads nicht ganz so viele Zielsetzungen wie bei Facebook Ads, dieser Schritt ist aber deshalb nicht weniger wichtig. Sie können die Anzeige auf eine der folgenden 8 Optionen ausrichten:

  • Leadgenerierung
  • Mehr Videoaufrufe
  • Höhere Konversionsrate auf einer Webseite oder in einer App
  • Mehr Beitragsinteraktionen
  • Mehr Markenbekanntheit
  • Mehr App-Installationen
  • Mehr Traffic
  • Mehr Reichweite

 

Damit Ihr Budget auch wirklich optimal eingesetzt wird, sollten Sie hier sehr sorgfältig auswählen. Denn warum für etwas bezahlen, was nicht zu hundert Prozent Ihrem Ziel entspricht?


✓ Schritt 3: Zielgruppe festlegen

Die richtige Zielgruppe ist ein weiterer Faktor, des über den (Miss-)Erfolg einer Anzeige entscheidet. Wie auch bei Facebook Ads können Sie hier aus demografischen Angaben wie Alter, Geschlecht und Ort sowie maximal 10 Interessengebieten ein individuelles Publikum zusammenstellen. Speichern Sie Ihre Zielgruppe ab, um für spätere Anzeigen zurückgreifen zu können.

Instagram Ads: so können Sie die Zielgruppe festlegen
Hier am Beispiel einer Kampagne mit Lookalike-Targeting sowie Ausschluss von bereits konvertierten Usern.

✓ Schritt 4: Platzierung wählen

Manchmal bietet es sich an, die Anzeige sowohl bei Instagram als auch bei Facebook zu posten – aber eben nicht immer. Wenn Sie nur Instagram-Werbung wollen, wählen Sie jetzt unter „Plattformen“ aus, auf welchem Kanal die Anzeige laufen soll. Sie können hier außerdem angeben, ob sie im Feed oder als Story Ad platziert werden soll.


✓ Schritt 5: Budget und Zeitplan

Als nächstes entscheiden Sie über das Budget. Sie können entweder ein Tages- oder Laufzeitbudget festlegen. Ist dieses Budget aufgebraucht, endet Ihr „Auktionsgebot“. In diesem Schritt geben Sie außerdem an, nach welchen zeitlichen Kriterien Ihre Anzeige ausgespielt werden soll. Sie wählen also den Zeitraum aus, in dem Sie die meisten User Ihrer Zielgruppe erreichen können.


✓ Schritt 6: Anzeige erstellen

Sobald Zielgruppe und Co. geklärt sind, können Sie die eigentliche Instagram Ad erstellen. Zu diesem Zeitpunkt sollte natürlich die Landingpage, auf die die Anzeige hinführt, bereits optimiert sein. Bedenken Sie beim Erstellen der Anzeige außerdem, dass Instagram in erster Linie eine Bildplattform ist. Das heißt: Gehen Sie sparsam mit Text um und wählen Sie den CTA sorgfältig. Zur Auswahl stehen zum Beispiel „Registrieren“, „Mehr ansehen“ oder „Kontaktieren Sie uns“.


✓ Schritt 7: Prüfen und absenden

Sie sind zufrieden mit der fertigen Anzeige? Dann können Sie sich jetzt die Vorschau ansehen und ein letztes Mal checken, ob alles wie geplant umgesetzt ist. Jetzt fehlt nur noch die Bestätigung und schon kurze Zeit später ist Ihre Anzeige startklar.


✓ Schritt 8: Optimierung und Änderung

Ändern Sie unbedingt alle 1-2 Wochen kleine Details an der Anzeige. Ansonsten wiederholt sich die immer gleiche Werbung und führt zur sogenannten „Werbemüdigkeit“ bei der Zielgruppe – ein Anfängerfehler, der sich leicht vermeiden lässt.


Instagram-Werbung trifft Facebook: Der Ads Manager

Damit Sie den Ads Manager nutzen und Werbeanzeigen erstellen können, brauchen Sie eine Facebook-Seite bzw. einen Business Account. Mit diesen Voraussetzungen können Sie Instagram- und Facebook nicht nur zu privaten, sondern auch zu Werbezwecken verknüpfen.

Wie schon erwähnt, ist diese Verknüpfung nicht zwingend nötig. Allerdings ist der Ads Manager eine ziemlich große Hilfe beim Werben auf Instagram, denn hier können Sie sehr detailliert Zielgruppen eingrenzen.

Sie werden als Einsteiger außerdem mit einer Schritt-für-Schritt-Anleitung durch die Anzeigenerstellung gelotst. (Wer sich schon auskennt, wählt die Variante Quick Creation.) Nicht zuletzt können Sie im Ads Manager die Performance Ihrer Instagram Ads überwachen. So erkennen Sie zum Beispiel, welche kleinen Änderungen bei den einzelnen Anzeigen sich positiv oder negativ auswirken.

Wenn Sie also bereits mit Facebook Ads arbeiten, ist der Schritt zu Instagram Ads nicht mehr allzu kompliziert. Natürlich eignet sich nicht jedes Unternehmen für Instagram: Wer zum Beispiel Serviceleistungen im Finanzbereich anbietet, wird seine Klienten kaum auf einer Bilderplattform anwerben.

Für sehr viele Branchen sind Instagram Ads aber eine echte Chance, denn in diesen Anzeigen können Inhalte verlinkt werden – was bei Instagram sonst ausschließlich in der Profil-Biografie möglich ist. Wenn Sie also Social Media Marketing mit hochwertigem Bildmaterial betreiben wollen, sind Instagram Ads ganz bestimmt einen Versuch wert!

Keyvan

Es gab genau zwei Möglichkeiten: Entweder ich rege mich weiter über vermeintliche Social Media und Content Marketing "Profis" auf oder ich tue etwas dagegen - ich habe mich für Letzteres entschieden und gründete gemeinsam mit meinem Co-Partner die Hamburger Social Media Agentur media by nature, denn: Wir lieben Facebook, Instagram, Twitter & Co. und wissen genau welche Taktiken hier für langfristige und nachhaltige Ergebnisse sorgen. Übrigens: meinen Kaffee trinke ich immer schwarz und freie Minuten gehören voll und ganz meiner kleinen Familie zuhause.