Facebook-Unternehmensseite: 6 Tipps für eine geniale Firmenseite

Facebook-Unternehmensseite Tipps

Eine eigene Unternehmensseite bei Facebook wird schnell mal als Inbegriff für Social Media Marketing gesehen. Ganz so einfach ist es natürlich nicht, aber: Mit einer guten Facebook-Seite können Sie Ihre Corporate Identity ausbauen und neue Fans gewinnen. Hier finden Sie 6 Tipps für das Anlegen der Facebook-Unternehmensseite, DSGVO und Impressum, Titel- und Profilbild und vieles mehr!


1. Facebook-Unternehmensseite erstellen

Um eine Business Page bei Facebook anlegen zu können, brauchen Sie zuallererst ein Privatprofil mit Klarnamen. Ohne privates Profil loszulegen, ist nicht möglich. Aber Moment – warum überhaupt eine Seite erstellen und nicht einfach mit dem Privataccount arbeiten? Ganz einfach: Nur mit Unternehmensseiten haben Sie Zugriff auf Statistiken, Beitragsoptionen usw.

Die Kategorie für die Unternehmensseite festlegen

Glücklicherweise führt Facebook step by step durch den Erstellungsprozess einer Firmenseite. Wir konzentrieren uns deshalb an dieser Stelle lieber auf die Details. Das gilt übrigens auch für den Rest dieses Ratgebers – Grundlagen, wie zum Beispiel, dass eine neu angelegte Seite an die richtige Zielgruppe promotet werden muss, sind Ihnen bestimmt schon bekannt. Aber zurück zum Anfang. Sie können mit dem Anlegen der Business Page beginnen oder, wenn es ein größer angelegtes Projekt ist, mit dem Business Manager starten. Ach ja, kleiner Tipp am Rand: Wählen Sie beim Anlegen der Seite unter dem Reiter „Seite bearbeiten“ zunächst aus, dass nur Administratoren die Seite sehen können. Diese Einstellung können Sie rückgängig machen, sobald Sie mit dem Ergebnis absolut zufrieden sind.

Facebook Unternehmensseite Kategorie wählen
Mögliche Kategorien für Ihre zukünftige Facebook-Unternehmensseite.

Facebook fragt Sie beim Erstellen, welcher Kategorie die Unternehmensseite zugeordnet werden soll. Sie können wählen zwischen:

  • Lokales Unternehmen/Ort
  • Organisation/Institution
  • Marke/Produkt
  • Öffentliche Person
  • Unterhaltung
  • Guter Zweck/Gemeinschaft

  Die Entscheidungsmöglichkeiten scheinen auf den ersten Blick ziemlich überschaubar. Überlegen Sie aber trotzdem gut, welche Kategorie tatsächlich die beste ist. Denn der Facebook-Algorithmus wertet Seiten nach Relevanz für den User, sodass Ihre Seite im Worst Case nicht das geplante Publikum erreicht. Die Zuordnung muss also stimmen und Sie sollten Ihre Zielgruppe von vornherein richtig einschätzen.

Info und Call-to-Action-Button der Business Page bearbeiten

Die Infobox am rechten Seitenrand ist ein wichtiger Teil der Unternehmensseite. Denn hier geben Sie neuen Besuchern einen Überblick, wer Sie eigentlich sind. Und was wirkt dabei am vertrauenswürdigsten? Ganz einfach: so viele Informationen wie möglich.

Folgendes sollten Sie mindestens bereitstellen:

  • Webadresse
  • einen Link zum Impressum
  • Standort
  • Öffnungszeiten
  • Referenzen
Geben Sie den Besuchern außerdem eine klar erkennbare Kontaktmöglichkeit. Wenn Sie mit vielen Nachrichten rechnen und wissen, dass das Beantworten zu lange dauern würde, deaktivieren Sie am besten die Nachrichtenfunktion.

Info und Kontakt bearbeiten auf Facebook Business Page
Hier können Sie die Infos und den Call-to-Action-Button der Business Page bearbeiten.

Tendenziell ist es aber besser, erreichbar zu bleiben und für den Notfall mit dem Antwortassistenten eine Vorlage zu verfassen. Darin kann zum Beispiel stehen: „Danke für die Nachricht, wir melden uns so bald wie möglich zurück!“ Nicht vergessen: Facebook zeigt mittlerweile an, wie gut die Responsivität bei einer Seite ist. Das oberste Ziel ist also der Button „hohe Reaktionsfreudigkeit“. Mindestens genauso wichtig wie Kontaktmöglichkeiten sind Handlungsaufforderungen. Unter „Button hinzufügen“ bietet Facebook eine ganze Reihe von CTAs, die Sie auf Ihrer Firmenseite platzieren können. Reservieren, Registrieren, Buchen – machen Sie es dem User so einfach wie möglich, gleich Ihr Angebot zu nutzen. Den CTA können und sollten Sie übrigens auch gelegentlich ändern. Beobachten Sie mithilfe der Seitenstatistiken, was am besten funktioniert und welche Aufforderung mehr bzw. weniger Reaktionen hervorruft.

Administratoren und Rollen auswählen

Am leichtesten lässt sich eine Facebook-Unternehmensseite verwalten, wenn von Anfang an klare Rollen verteilt werden. Das geht im Reiter „Einstellungen“ unter „Rollen für die Seite“. Legen Sie fest, wer auf welche Funktionen Zugriff hat, um Fehl- bzw. Doppelpostings etc. zu vermeiden. Mögliche Rollen sind:

  • Administrator
  • Redakteur
  • Moderator
  • Live-Mitwirkender
  • Analyst
  • Werbetreibender

  Die Zuteilung dauert nicht lang und ist doch unglaublich praktisch, denn so lässt sich genau nachverfolgen, wer wann welchen Inhalt gepostet hat. Sobald Kategorie, Rollen und weitere Grundeinstellungen festgelegt sind, geht es auch schon an die Gestaltung der Seite.

Facebook Business Page: Administratoren und Rollen auswählen
Hier können Sie Administratoren und Rollen vergeben.

2. Titel- und Profilbild der Facebook-Unternehmensseite optimieren

Ohne visuellen Content läuft auf sozialen Netzwerken gar nichts mehr: Videos und Bilder bekommen deutlich mehr Aufmerksamkeit als reiner Text. Wie sieht es also aus, das perfekte Profil- bzw. Titelbild der Unternehmensseite?

Maße und Format beim Facebook-Titelbild

Das Wichtigste zuerst: Ein Titelbild sollte immer Querformat haben, denn das ist die einzige Ansicht, die Facebook zulässt. Facebook ändert die offiziellen Angaben zu Auflösung und Maßen immer wieder, bewährt haben sich aber diese Angaben:

  • 640 x 360 Pixel
  • 851 x 315 Pixel

Welche Auflösung sich besser eignet, hängt davon ab, an welchen Rändern das Bild beschnitten werden darf. Achten Sie außerdem darauf, das Titelbild möglichst im PNG-Format und mit maximal 1 MB zu wählen. Sonst entsteht schnell ein Qualitätsverlust, da das Bild automatisch komprimiert wird. Testen Sie das Titelbild unbedingt auch in der mobilen Ansicht, bevor Sie es endgültig abspeichern. Denn die meisten User werden Ihre Seite nicht am Desktop, sondern via Smartphone besuchen. Noch mehr Tipps finden Sie in unserem Ratgeber zum Thema Facebook-Titelbild.

Ideen für Profilbilder

Der wohl wichtigste Faktor beim Profilbild der Unternehmensseite ist der Wiedererkennungswert. Bevor Sie sich also allzu lang den Kopf zerbrechen, was am besten wirkt, könnten Sie zum Beispiel einfach Ihr Logo nehmen. Wenn es sich wiederum um die Seite einer repräsentativen Einzelperson handelt, also Berater, Influencer etc., sollte das Profilbild natürlich Bezug zu dieser Person herstellen. Mit einem professionellen Portraitfoto kann man in so einem Fall nichts falsch machen. Im Zweifelsfall ist beim Profilbild weniger eindeutig mehr. Solange die Bildsprache verständlich, der Bezug zur Marke hergestellt und die Schrift (sofern vorhanden) gut lesbar ist, sind Sie auf dem richtigen Weg. Als Auflösung wählen Sie am besten 170 x 170 Pixel für die Desktop- und 128 x 128 Pixel für die Mobilansicht.


3. Datenschutz, DSGVO und Impressum bei der Unternehmensseite

Wie eine ganz normale (Business-)Website braucht Ihre Facebook-Unternehmensseite ein Impressum.

Dort sollten Sie folgende Informationen offenlegen:

  • Name und Anschrift des Betreibers
  • Adresse des Firmensitzes
  • Rechtsform des Unternehmens (z.B. GmbH)
  • Register/Registernummer
  • Kontaktdaten wie Mail-Adresse und Telefonnummer bzw. Kontaktformular
  • Verantwortliche Personen für redaktionelle Inhalte
  • Berufsspezifische Angaben
  • Umsatzsteuer-Identifikationsnummer
  • Wirtschafts-Identifikationsnummer
  • Angaben zur Aufsichtsbehörde
Weitere hilfreiche Tipps zum Erstellen eines Impressums finden Sie hier. Mit dem Impressum allein ist es aber noch nicht getan, denn die DSGVO macht auch vor Facebook-Unternehmensseiten nicht halt. Dass Facebook es liebt, Daten zu sammeln, ist kein Geheimnis. Sobald Sie eine Business Page betreiben, unterstützen Sie dieses Vorgehen. Setzen Sie deshalb auf Ihrer Website ein Opt-In ein, mit dem Besucher zustimmen, dass ihre Aktivitäten auf der Facebookseite getrackt werden dürfen. Sorgen Sie außerdem über die Infobox dafür, dass die Datenschutzhinweise auf Ihrer Website leicht zu finden sind und die Ergänzungsvereinbarung von Facebook enthalten. Sowohl Besucher Ihrer Facebookseite als auch Websitebesucher müssen theoretisch immer die Möglichkeit haben, nachzuverfolgen, welche Daten Sie tracken und was damit passiert. Um hier auf Nummer Sicher zu gehen, holen Sie sich am besten einen Rechtsberater ins Boot.


4. Namen & URL der Facebook-Unternehmensseite ändern

Idealerweise wählen Sie schon beim Erstellen der Business Page eine sogenannte Vanity-URL. Diese Kurz-URLs haben maximal 50 Zeichen und sind eben deshalb viel einprägsamer und schöner anzusehen als eine lange Standard-URL. Wenn Sie nachträglich die Vanity URL erstellen wollen, achten Sie am besten darauf, dass die URL nur noch Ihren Markennamen bzw. den Seitennamen enthält. Praktischerweise ist so eine Änderung mittlerweile auch mehr als einmal möglich. Aber Achtung: Wenn Sie die URL ändern, findet keine automatische Weiterleitung statt. Unter der alten URL ist Ihre Seite dann nicht mehr erreichbar. Sie können außerdem jederzeit den Namen der Unternehmensseite ändern. Gehen Sie dazu unter „Info“ auf die Option „Benutzername für Seite erstellen“. Allzu oft sollte so eine Namensänderung aber nicht stattfinden, denn letztendlich sorgt das nur für Verwirrung und wird als störend empfunden.


5. Die Facebookseite mit Inhalten füllen

Wenn Sie keine Ressourcen haben, Ihre Facebook-Unternehmensseite regelmäßig mit Content zu versorgen, mit Followern zu interagieren, Statistiken auszuwerten etc., sollten Sie lieber keine Seite erstellen. So einfach ist das. Denn inaktive Seiten sind nicht gerade interessant und reine Zeitverschwendung für Sie als Betreiber. Posten Sie also regelmäßig, aber auch nicht zu häufig. Es müssen auch nicht immer eigene Inhalte sein: Indem Sie die Beiträge anderer Seiten/User teilen, können Sie Ihr Netzwerk erweitern. Besonders beliebte Posts oder solche mit aktuellem Bezug (Eventankündigungen, Aktionen etc.) können Sie übrigens auch anpinnen, um sie dauerhaft sichtbar zu halten. Und wann ist die ideale Zeit zum Posten? Tja, das lässt sich leider nicht pauschal festlegen. Hier heißt es wieder einmal ausprobieren und beobachten, wann Ihre Posts am häufigsten aufgerufen werden. Damit Ihnen nie das Material zum Posten ausgeht, erstellen Sie am besten eine Contentplanung, in der Sie festhalten, wann welche Beiträge online gehen sollen und wer sie erstellt.


6. Facebook-Unternehmensseiten zusammenführen

Wenn bereits eine sehr ähnliche Facebookseite besteht, sollten Sie sich überlegen, sie mit einer neuen Seite zusammenzuführen. Denn doppelte Inhalte sind keine gute Idee und zudem kostet es noch mehr Zeit, zwei Seiten zu betreuen.

Als Voraussetzung für die Zusammenführung brauchen Sie:

  • die Administrationsrechte bei beiden Seiten
  • einen ähnlichen Namen, ein ähnliches Thema und dieselbe Adresse, sofern es einen Verkaufsort gibt
Die Zusammenführung funktioniert mit wenigen Klicks unter „allgemeine Einstellungen“. Achtung: Dabei werden nur die Gefällt-mir-Angaben und Seitenbesuche zur Zielseite hinzugefügt. Postings auf der alten Seite werden gelöscht. Da sich die Zusammenführung nicht rückgängig machen lässt, sollten Sie also im Zweifelsfall wichtige Inhalte auf der neuen Seite noch einmal posten. Eine Facebook-Unternehmensseite ist definitiv mehr als ein Hobbyprojekt, bei dem Sie hin und wieder ein paar Artikel reposten oder Inspirational Quotes hochladen. Wirklich gut kann eine Seite nur werden, wenn man sich für Erstellung, Management und Content-Strategie genug Zeit nimmt. Fakt ist leider, dass Facebook-Unternehmensseiten längst nicht mehr so viel organische Besucher anziehen, wie das noch vor ein paar Jahren der Fall war. Nichtsdestotrotz ist so eine Seite alles andere als sinnlos, denn hier können Sie Ihrer Marke ein Gesicht geben und mit Kunden in direkten Kontakt treten. Sie zweifeln noch? Dann probieren Sie es einfach aus!

Keyvan

Es gab genau zwei Möglichkeiten: Entweder ich rege mich weiter über vermeintliche Social Media und Content Marketing "Profis" auf oder ich tue etwas dagegen - ich habe mich für Letzteres entschieden und gründete gemeinsam mit meinem Co-Partner die Hamburger Social Media Agentur media by nature, denn: Wir lieben Facebook, Instagram, Twitter & Co. und wissen genau welche Taktiken hier für langfristige und nachhaltige Ergebnisse sorgen. Übrigens: meinen Kaffee trinke ich immer schwarz und freie Minuten gehören voll und ganz meiner kleinen Familie zuhause.